Ethische und religiöse Bildung und Erziehung

Die Frage nach dem Warum und Wohin in der Welt beantwortet uns unser christlicher Glaube. Aus dessen Motivation heraus ist der Kindergarten entstanden und wird deshalb bis heute von der katholischen Pfarrgemeinde getragen und unterstützt. Im täglichen Miteinander ist unser Umgang von christlichen Werten geprägt und das Jahr durchzogen von Festen und Traditionen im katholischen Jahreskreis, wie Erntedank, St. Martin, Nikolaus, Weihnachten, Heilige Drei Könige, Patrozinium, Ostern, Pfingsten, Fronleichnam. Einige Feste feiern die Kinder im Kindergarten allein, andere zusammen mit den Familien.

Auch religiöse Einheiten und das Gebet z.B. im Morgenkreis sind Teil der religiösen Erziehung. Dazu gehört auch die Achtung vor den Überzeugungen anderer Religionsgemeinschaften und das gelebte verständnisvolle Miteinander der unterschiedlichen Glaubensrichtungen.

Emotionalität und soziale Beziehung

Die Kindergartengruppe ist eine Lernwerkstatt für das Sozialverhalten der Kinder. Neue Bezugspersonen und viele Kinder gleichen Alters sowie neue Regeln und Strukturen stellen völlig neue Herausforderungen für jeden einzelnen dar. Es gilt nun, sich selbst, den anderen und die Gruppe wahrzunehmen und sowohl seinen Standpunkt als auch seine Rolle immer wieder neu zu finden. Aus diesen Erfahrungen wachsen die Persönlichkeit und das Selbstbewusstsein der Kinder.

 

Spielende Kinder

 

Uns ist bewusst, wie grundlegend wichtig die ersten Schritte außerhalb der Familie sind, um „mit beiden Beinen fest im Leben zu stehen”. Deshalb sehen wir unsere größte Verantwortung darin, die Kinder behutsam und liebevoll bei diesen sozialen Lernschritten zu begleiten. Unsere Aufgabe ist es, einen positiven Umgang miteinander vorzuleben und zu vermitteln.

 

Dies unterstützen wir durch das Konzept „Faustlos", das speziell für Kindergärten zur Förderung sozial-emotionaler Kompetenz und zur Gewaltprävention entwickelt wurde. In verschiedenen Rollenspielen mit zwei Handpuppen namens „wilder Willi” und „ruhiger Schneck” und anhand von Fotos hören und sehen die Kinder, wie Gefühle, Worte und Situationen wirken. Sie lernen dabei verschiedene Möglichkeiten kennen, gut miteinander umzugehen.